Was wir Mar­ke nen­nen

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Brand / Branding / Conviction / Economics

Ganz am Anfang war der prak­ti­sche Zweck einer Mar­ke die Infor­ma­ti­on der Men­schen, woher die Ware stammt, buch­stäb­lich eine Kenn­zeich­nung, ein Waren­zei­chen.

Mit der Zeit hat die­se Kenn­zeich­nung für vie­le Mar­ken weit mehr an Bedeu­tung gewon­nen. Heu­te ist sie ein Spie­gel­bild unse­rer Iden­ti­tät als Kon­su­men­ten, Bür­ger und Stam­mes­mit­glie­der.

Soll­te jemand eine unse­rer Mar­ken öffent­lich kri­ti­sie­ren, neh­men wir das sehr per­sön­lich. Bist Du also BMW Stam­mes­mit­glied, ist die Kri­tik an die­ser Mar­ke wie ein direk­ter Angriff. Das Glei­che gilt für die­je­ni­gen, die sich z. B. mit Apple iden­ti­fi­zie­ren, einen Fuß­ball­ver­ein anbe­ten oder poli­ti­sche Füh­rer ver­eh­ren. Das bin ich, ich bin das – wir sind Eti­ket­ten für­ein­an­der.

Unter bestimm­ten Gesichts­punk­ten könn­te man jetzt den Ein­druck gewin­nen, es herr­schen himm­li­sche Zustän­de für die Mar­ke. So eng mit dem Stamm und sei­nen Über­zeu­gun­gen ver­bun­den zu sein, bedeu­tet, dass Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on an sich nicht län­ger der wich­tigs­te Antrieb für die Ent­wick­lung einer Mar­ke ist.

Das Risi­ko ist aber groß: Soll­te die Mar­ke mal ins Stol­pern gera­ten, sieht sie sich nicht nur mit denen kon­fron­tiert, die sowie­so nicht gut von ihr den­ken. Man muss ver­ste­hen, dass, wenn unse­re Mar­ke ver­sagt, wir alle schei­tern. Es ist, wie schon gesagt, etwas per­sön­li­ches und dann soll­te man mehr tun, als bloß „Ent­schul­di­gung” mur­meln.

Ein hoher Ein­satz, wie ich fin­de.

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